Mein Praxis-Rückblick

Ein guter Einstieg in das zweite Modul ist wohl ein Rückblick auf den Praxisteil des “Lehrgang Netzkompetenz”, natürlich ganz subjektiv (meine eigenen Erfahrungen) und stichwortartig:

  • Sich einem Thema wie “E-Partizipation” (in meinem Praxisblog) zu nähern ist innerhalb von nur ein paar Wochen vermessen. Immerhin konnte ich einige neue Websites und Initiativen sowie auch Forschungsberichte kennenlernen. Im Praxisteil ging es aber nicht um ein perfektes Weblog sondern die Tools und “Kniffe” zu üben und auszuprobieren, die wir im ersten Modul kennenzulernen, daher:
  • del.icio.us ist mir ein wichtiges Werkzeug geworden. Hier kann ich schnell und Browser- bzw. Arbeitsplatzunabhängig interessante Links speichern und auch wiederfinden. Das “taggen” ist eine feine Sache - andererseits ist die Wahl der Stichworte und deren Kombination eine eigene Wissenschaft. Nachdem Tagging eine Fähigkeit ist, die vielen Web 2.0 Applikationen eigen ist, wäre es interessant sich damit mehr auseinanderzusetzen.
  • del.icio.us ist für mich aber auch zu einer guten Möglichkeit geworden Links weiterzureichen. Früher schickte ich Links per E-Mail etc. Nun kann ich zumindest anderen del.icio.us TeilnehmerInnen diese mittels Tag direkt posten. Für ein paar Projekte habe ich auch eigene Tags eingerichtet und somit können andere über den genauen Tag-Link meine Fundstücke immer einsehen bzw. über den speziellen RSS-Feed sogar über ihren Feedreader sich benachrichtigen lassen.
  • Nebstbei sind mir auch gleich ein paar andere Linksammler wie ma.gnolia oder scuttle untergekommen. Zweiterer ist open source und auch auf dem eigenen Webspace installierbar. Alle verfügen Sie über APIs mit denen man deren Inhalte auch in eigenen Projekten, wie dem eigenen Weblog, einbinden kann. So habe ich z.B. auch in meinem privaten Weblog einen Eintrag erstellt in dem alle mit “Web 2.0″ getaggten Links aufgelistet werden. Hier muss ich mich nicht weiter darum kümmern sondern einfach nur bei der Aufnahme von URLs in del.icio.us den richtigen Tag wählen und schon ist mein Eintrag um einen Link reicher. Bei längeren Überlegungen fallen einem da sicher noch mehr Anwendungsmöglichkeiten ein.
  • Google Docs and Spreadsheets nutze ich schon um mit ein oder zwei anderen an Texten zu arbeiten. Natürlich muss man sich hier immer auch die Frage nach Themen wie Datenschutz stellen, auch dies sicherlich ein Thema für das zweite Modul.
  • Google ist nicht ein und alles, aber dessen Fähigkeiten besser auszunutzen ist schon von Vorteil. Die Möglichkeit die Googlesuche tw. zu automatisieren in dem man sich über Neuigkeiten zu einem Suchwort per E-Mail oder per RSS Feed (das war mir neu) benachrichtigen lassen kann, hilft einem bei Themen immer wieder an neue Informatinen heranzukommen und so auch rasch über Blogeinträge informiert zu werden, bei denen man noch gar nicht einmal von der Existenz des Blogs etwas wusste.
  • War ich früher immer skeptisch gegenüber Onlinetools und wollte alles auf meinem Webspace bzw. Rechner haben so bin ich nun ein regelmäßiger Nutzer von bloglines. Dieser Online-Feedreader erlaubt mir ebenfalls über jeden Browser Neuigkeiten nachzulesen.
  • Was mir bei all den Online-Pendants zu meinen früheren Desktop-Varianten wichtig ist, ist die Möglichkeit Daten zu sichern bzw. mit anderen Online-Applikationen auszutauschen. del.icio.us Links lassen sich abspeichern und ma.gnolia importieren bzw. auch mit Firefox synchronisieren. Dies nur als Beispiel - ich will mich nicht ganz abhängig machen, man weiß ja nie, ob Web 2.0 doch ein Blase ist und beim zerplatzen manche Betreiber einfach aus dem Internet verschwinden.

Dies sind nur einige der Dinge, die so passiert sind. Viele der Applikationen habe ich nur mal angekratzt, etliche mehr habe ich zumindest mal kennengelernt.

Gespannt bin ich nun auf das zweite Modul unseres Lehrgangs. Denn bisher haben wir eher die technische Seite betrachtet. Nun gilt es dies in einen gesellschaftlichen Kontext zu bringen, zu überlegen, wie man diese Techniken in der Bildungsarbeit einsetzen kann. Und zumindest genauso wichtig sind Überlegungen welche Implikationen diese “offenen” Webangebote hinsichtlich Privatsphäre, Datenschutz, Urheberrechten und vielem mehr haben.

Nebstbei: Noch 17 Stunden und 30 Minuten…


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